Super Smash Bros. 3DS

Was The Expendables für die Filmliebhaber ist, ist Super Smash Bros. für die Gamer. Ein Zusammentreffen vieler bekannter Gesichter mit einer guten Portion Brutalität. Vor dem Release des ersten Smash-Spiels im Jahr 1999 hätte wohl kein Nintendo-Anhänger gedacht, dass man jemals mit Mario Pikachu vermöbeln könne. Nun erschien der vierte Teil der Smash-Reihe für den Nintendo 3DS, eine WiiU Version mit angepassten Inhalten wird ab dem 05. Dezember diesen Jahres in den Regalen stehen. Ob sich der Einstieg in die vierte Runde mit der ersten Handheld-Version der Reihe lohnt, das verraten wir euch in den folgenden Zeilen.

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Endlich wieder Smash

Als Masahiro Sakurai, der geistige Kopf hinter der Smash Bros. Serie, an dem Nintendo 64 Debüt arbeitete, wollte er einen umfangreichen Einzelspielermodus schaffen. Mastermind Shigeru Miyamoto wies Sakurai allerdings an, sich auf den Mehrspielermodus zu konzentrieren um so die Entwicklungszeit zu verkürzen. Und so wurde das erste Smash Bros. zum absoluten Multiplayerhit. Mit insgesamt 12 Charakteren konnte man sich zu N64-Zeiten auf die Mütze hauen. In allen folgenden Spielen war der Multiplayermodus das Herzstück des Spiels, auch wenn die Einzelspielermodi stark ausgebaut wurden.

Ähnlich sieht es auch beim vierten Teil aus. Herzstück ist der Smash-Modus, in dem ihr mit bis zu vier Charakteren in den Ring steigt – egal ob gegen CPU oder anderen Mitspielern. Darüber hinaus bietet Smash Bros. 3DS eine ganze Menge anderer Modi, die es allesamt zu spielen lohnt. Kein Modus wirkt lieblos hingeklatscht, jeder einzelne hat eine Daseinsberechtigung. Selbst der simple StreetPass Modus, ein Minispiel, das mit Smash eigentlich nichts mehr zu tun hat, macht richtig Laune. Hier müsst Ihr lediglich Charaktermünzen von einer Plattform stoßen – simpel aber effektiv. Aber genug davon. Das Spiel bietet derart viele Modi, das wir nicht auf jeden einzelnen eingehen werden. Für Abwechslung ist aber gesorgt, so dass auch jeder Einzelspieler mit Smash 4 erstmal gut bedient ist.

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Viel zu entdecken!

Im Spiel selbst gibt es eine Menge freizuschalten. Charaktere, Maps, Items, Songs und natürlich auch viel viele Trophäen. Um den Spieler hierbei etwas unter die Arme zu greifen, gibt es die sogenannten Meilensteinen. Im Grunde nichts anderes, als die Erfolge auf Xbox, also spezielle Ziele, die allerdings mit nützlichen Dingen belohnt werden. Anfangs sind die Ziele noch einfach zu erreichen, Gewinne dreimal mit Link, spiele 5x auf der Map xy und so weiter. Im späteren Spielverlauf wird das aber zunehmend schwerer, so dass auch Pro-Solo-Spieler auf ihre Kosten kommen. Einen wirklich umfassenden Einzelspielermodus, wie wir ihn von Smash Bros Brawl kennen, gibt es leider nicht, wer sich aber mit dem Meilenstein-System abfinden kann, der wird auch hier seinen Spaß haben.

Insgesamt bietet das Spiel satte 48 Charaktere plus 3 weitere, wenn ihr die unterschiedlichen Miis mitzählen wollt. 12 der Charaktere müsst ihr im Laufe des Spiels freischalten. Geprügelt wird sich auf einer von 34 Maps, die allesamt an verschiedene Spiele angelehnt sind. Die 3DS Version bietet hier einige einzigartige Maps, die an Handheldspiele angelehnt sind. Das Spiel selbst ist unverändert und bietet lediglich mehr von allem, mehr Charaktere, mehr Maps, mehr Items. Wer Smash kennt, der wird binnen weniger Minuten zur alten Höchstleistung aufdrehen.

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Auf dem 3DS spielt sich der Titel nach einer kleinen Umgewöhnungsphase sehr gut. Klar, ein Gamecube Controller bietet sehr viel mehr Komfort, als es der 3DS tut, erstaunlicherweise habe ich aber auch nach einigen Runden Smash keine Probleme weiter in die Tasten zu hauen. Auf meinem Testgerät, ein Nintendo 3DS XL hatte ich in Sachen Überblick keine Probleme. Auf einem Standard-3DS könnte das allerdings anders aussehen. Je nachdem, wo sich die Charaktere auf der Map befinden, zoom die Kamere sehr weit raus. Gerade bei mehreren gleichen Charakteren könnte das auf dem Standard-Handheld ein Problem sein – aber sicher kein großes.

Customizing

Mit Super Smash Bros. führt Nintendo eine entscheidende Neuerung ein, die aber nicht konsequent ins Spiel integriert wurde. Customizing! Ihr könnt euren Lieblingsfighter selbst trainieren, mit Items versorgen und dann in den Kampf schicken. Im Laufe des Spiels schaltet ihr viele dieser Items frei, so dass ihr diese frei verteilen könnt. Geschwindigkeit, Angriff und Verteidigung sind dabei die Hauptmerkmale eines Charakters. Darüber hinaus könnt ihr ihm noch weitere Items verpassen, die dann per Touchscreen aktiviert werden können. Interessant ist auch, dass ihr einige Fähigkeiten pimpen könnt. Links Bombe wird zum Beispiel zur Megabombe. Sie richtet mehr Schaden an, kann jedoch nicht so weit geworfen werden.

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Im Laufe des Spiels habt ihr mehr und mehr Möglichkeiten, eure Charaktere nach euren Wünschen anzupassen. Allerdings ist die Option, diese im Kampf zu verwenden immer nur optional und muss erst aktiviert werden. Standardmäßig wird gefightet, wie wir es gewohnt sind. Im Spiel haben mich die Customizing-Optionen deshalb nur marginal interessiert. Ich bleibe beim Standard, da mir dieser ausgewogener erscheint. Raum für Experimente bietet das Customizing aber allemal.

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Multiplayer

Herzstück des Spiels ist aber der Multiplayermodus und hier wurde leider wieder gepatzt. Zwar wurde, wie schon in Smash Bros. Melee (Wii) ein Online-Modus integriert, offenbar hat Nintendo hier aber nicht dazu gelernt. Wirklich flüssig lief nur ein kleiner Teil unserer Spiele. Es kommt oft zu schrecklichen Lags die mal mehr mal weniger schlimm ausfallen. Doch aus mir unerklärlichen Gründen passiert das nicht nur online, sondern auch beim lokalen Multiplayer. Diese Lags passieren willkürlich, es ist nicht ganz klar was sie verursacht. Bleibt zu hoffen, das Nintendo hier mittels Update verbessert.

Optisch macht der Titel einiges her. Alles läuft, wenn es nicht gerade lagt, sehr flüssig über den Bildschirm. Grafisch haben wir es zwar nicht mit einem Meilenstein der Videospielgeschichte zu tun, dennoch sind die Charaktere liebevoll gestaltet und punkten gerade in Sachen Animation. Über den Sound müssen wir nicht sprechen, umwerfend!

Fazit

Super Smash Bros. funktioniert auch auf dem 3DS. Der Umfang des Titels ist gigantisch. Jede Menge Nintendo Stars stehen bereit, die Maps sind hübsch gestaltet und das Ganze läuft flüssig über den Bildschirm. Negativpunkte gibt es in Sachen Mehrspielermodi. Hier lagt das Spiel brutal oft, was hoffentlich bald durch einen Patch behoben wird. Wer aber aktuell genug zu daddeln hat, der kann auch bis zur WiiU Version warten – lange hin ist das auch nicht mehr. Die Spiele sind nahezu identisch und unterscheiden sich nur in einigen exklusiven Inhalten. Dennoch ist Smash Bros. eine echte Smash-Erfahrung und nicht, wie von vielen befürchtet, ein 0815 abklatsch.

Geheimbasis

Pokemon Alpha Saphir Editon Gewinncode: 000 1248

80 Wertung
Gameplay: 10/10
Grafik: 8/10
Sound: 10/10
Steuerung: 8/10

Sehr umfangreich | Flüssig (singleplayer) | Tolle Animationen der Charaktere

Multiplayer lagt! | Kein echter Singleplayermodus


DEINE SPIELBEWERTUNG


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