Sayonara Umihara Kawase

Der erste Eindruck des 3DS Spiels Sayonara Umihara Kawase dürfte zumindest für westliche Gamer äußerst merkwürdig erscheinen, denn es ist eines dieser total verqueren Japan-Games, die der 0815 Zocker hierzulande eher nicht gewohnt ist. Ein Anime Mädel, welches sich mit Hilfe einer Angel durch verquer-gestaltete Level schwingt und gegen kuriose Fische mit Beinen kämpft. Das kann nichts werden mag jetzt so manch einer denken, aber nicht ohne Grund hat sich der Titel zumindest in Japan seit der Super Famicom Epoche eine feste Fan-Basis ausgebaut. Also was steckt wirklich hinter diesem kurios wirkenden Titel aus der Schmiede des Entwicklers Studio Saizensen?

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Game Info

NAME: Sayonara Umihara Kawase

PUBLISHER: Nintendo

PLATTFORM: 3DS

ERSCHEINUNGSDATUM: erhältlich im Eshop

Ein Fishing-Plattformer?

Sayonara Umihara Kawase ist wie schon erwähnt ein etwas anderer Plattformer, in dem ihr das Mädchen Kawase durch abstrakte Level steuert und den entsprechenden Ausgang erreichen müsst. Der Fokus hierbei liegt auf der Physik-Engine des Spiels, bei der ihr euch mit einer Angel ausgerüstet durch die Level kämpfen müsst. Die Angel dient dabei insbesondere als Allzweck-Fortbewegungsmittel, die ihr auswerfen und somit an unterschiedlichen Flächen befestigen könnt. Mit Hilfe des D-Pads könnt ihr euch an der Leine hochziehen, Schwung holen und somit Hindernisse überwinden oder ganz neue Wege zum Abschließen der Level finden.

Die Steuerung mit der Angel bedarf allerdings einiges an Training, da diese bei weitem nicht als einfach bezeichnet werden kann. Vielmehr führt dies zu zahlreichen Frustmomenten, wenn ein Hindernis selbst nach 30 Versuchen nicht überwunden werden konnte. Wurde es dann allerdings endlich geschafft, so ist das Erfolgserlebnis umso größer. In den rund 50 Leveln gilt es zahlreiche Hindernisse wie Stacheln, Eisflächen oder Trampoline zu überwinden um die Ausgänge zu erreichen. Hin und wieder lassen sich auch versteckte Türen finden, die allerdings oft derart Tricky versteckt sind, dass wirklich alle notwendigen Finessen der Steuerung ausgenutzt werden müssen um diese überhaupt zu erreichen. Via der linken Schultertaste lässt sich zwar ein Zeitlupenmodus starten, der offenbar als Hilfe dienen soll, jedoch ist es auch mit dieser Maßnahme äußerst schwierig das Timing perfekt hinzubekommen.

Hin und wieder stößt der Spieler in Sayonara Umihara Kawase auch auf Feinde – meist merkwürdige Fischmonster mit zwei menschlichen Beinen. Manche verfügen zwar über spezielle Angriffsmanöver, jedoch kann man diesen leicht auszuweichen und die Kreaturen sind auch ebenso einfach zu besiegen. Werft die Angel nach ihnen aus, und habt ihr sie getroffen müsst ihr sie nur noch berühren oder einen Abgrund hinunterziehen. Boss-Gegner hingegen lassen sich auch finden, die euch einiges mehr an Timing und Geduld abverlangen werden. Jedoch sei auch hier gesagt, dass diese nach ein wenig Trial and Error schnell zu besiegen sind.

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Japanisch – anders – gut?

Grafisch kommt Sayonara Umihara Kawase äußerst abstrakt daher. Ihr dirigiert euren 3D-Charakter so durch eine 2,5D Welt, die sich aus zahlreichen realen Elementen wie Laternen, Getränkekisten, riesigen in den Boden gestopften Bleistiften und zahlreichen anderen Objekten zusammenstellt, die meist auf kunterbunten Blöcken platziert sind. Dazwischen lassen sich zahllose Abgründe finden, die es zu überwinden gilt. Ein recht einzigartiges aber auch merkwürdiges Design. Etwas schade ist, dass in manchen Leveln Framerate Einbrüche vorzufinden sind. Dies geschieht nicht oft, ist aber absolut ungünstig!

Zusätzlich wurde dem Spiel auch eine Rangliste hinzugefügt. Hier könnt ihr eure Leistung, also wie schnell ihr die unterschiedlichen Level abgeschlossen habt, mit anderen Spielern vergleichen. Auch eine Replay Funktion wurde integriert, mit der ihre eure besten Stunts und Versuche aufzeichnen könnt. Leider entfällt hier jedoch ein Online-Sharing, was dieser Funktion den Sinn nimmt.

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Fazit:

Sayonara Umihara Kawase ist ein erneutes Beispiel dafür, dass selbst in der heutigen Zeit noch äußerst merkwürdige Games in Japan entwickelt werden. Während die meisten westlichen Spieler eher wenig bis nichts mit diesem Spiel anfangen werden können, so dürfen doch insbesondere Liebhaber solcher Exoten den einen oder anderen Blick riskieren. Alle 50 Level zu meistern ist dabei alles andere als leicht, was auch an der schwer zu meisternden Steuerung liegen dürfte.

65 Wertung
Gameplay: 7/10
Grafik: 6/10
Sound: 5/10
Steuerung: 6/10

Forderndes Gameplay | Einzigartiges Design | Interessante Angelmechanik | Ranking System mit Zeitvergleich

Teils frustrierend schwer | Sporadische Framerate-Einbrüche | Steuerung etwas hakelig


DEINE SPIELBEWERTUNG


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