Mega Man Xtreme 2

Vor über 12 Jahren erschien Mega Man Xtreme 2 für den Gameboy Color. Nun ist das Spin-Off zur Mega Man X Serie für 4,99 € auch im E-Shop des Nintendo 3DS erhältlich. Wir haben uns für euch den Titel näher angesehen.

Game Info

NAME: Mega Man Xtreme 2

ENTWICKLER: Capcom

PUBLISHER: Capcom

GENRE: Action, Platformer

ERSCHEINUNGSDATUM: 11.09.2014

In Mega Man Xtreme 2 schlüpft ihr in die Rolle von X sowie erstmals auch in die Rolle von Zero. Euch in den Weg stellen sich sonst friedlichen aber offensichtlich seelenlose Reploids welche euch stumpfsinnig an den Kragen wollen. Es liegt nun an euch herauszufinden, weshalb das so ist und wer hinter diesem Seelendiebstahl steckt.

X oder Z

Im Menü angekommen könnt ihr euch für einen der beiden Charaktere entscheiden. Beide verfügen über jeweils vier Level, in denen, wie man es von Mega Man gewohnt ist, am Ende ein einzigartiger Boss auf euch wartet. Erledigt ihr alle vier Bosse erscheint ein weiteres fünftes Level, das allerdings bei beiden Charakteren identisch ist. X unterscheidet sich spielerisch sehr von Zero. Er setzt auf seine gewohnten X-Buster, einer Fernkampfwaffe dessen Schüsse auch aufgeladen und so verstärkt werden können. Zero hingegen nutzt ein spezielles Schwert, den Z-Saber. Das ist zwar etwas gefährlicher, da ihr nah an die Gegner ran müsst, dafür aber auch sehr viel stärker als der X-Buster. Für welchen Charakter ihr euch zu Beginn auch immer entscheidet, früher oder später müsst ihr ohnehin zum anderen wechseln. Beide Charaktere spielen sich sehr gut. Der X-Buster ist ein bereits gewohntes Werkzeug, der hier allerdings nur horizontal abgefeuert werden kann, ansonsten aber keine Besonderheiten bieten. Die Reichweite des Z-Saber ist ausreichen genug, um nicht ständig in die Gegner zu laufen. Im Laufe des Spiels könnt ihr euren Charakter mit diversen Items ausrüsten und ihn so verbessern. Bezahlt werden diese Items mit sogenannten Energie-Seelen die ihr hier und da für erledigte Gegner erhaltet. Das ist zwar ganz nett, im Spiel fehlen selbst aber leider die Beschreibungen der unterschiedlichen Itemsymbole. Da hilft nur googlen oder Anleitung studieren. Habt ihr erst einmal genug Items und Waffenupgrades, ist das Spiel um einiges einfacher.

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Boss Fights! Was auch sonst?

Das Design der 2D Level ist zwar eher einfach gehalten, was natürlich auch den limitierten Möglichkeiten des Gameboy Color geschuldet ist. Aber auch damals konnte Mega Man Xtreme 2 grafisch niemanden vom Hocker reißen – rund 12 Jahre später fällt das aber nicht mehr so sehr ins Gewicht, wir wollen schließlich den Retro-Kick. In jeder Welt warten einzigartige Hindernisse und Gegner auf euch, die aber immer an denselben Stellen auftauchen. Da die Level recht klein gehalten sind, werdet ihr die Gefahren schnell kennen und so keine Probleme mehr haben zum Endboss zu gelangen. Passagen, die ihr im ersten Moment als unmöglich empfindet, sind so später nicht mehr der Rede wert. Positiv fällt auf, dass die Angriffe der Bosse nicht einem festgelegten Muster folgen.  Zwar hat Boss nur eine begrenzte Zahl an Angriffsvarianten, die Reihenfolge der Angriffe ist aber nicht vorgegeben. Während einigen Attacken leicht ausgewichen werden kann, sieht das bei anderen schon ganz anders aus. Skills sind gefragt! So kann es sein, dass ihr einen Boss erst dann besiegt, wenn er vermehrt auf die schwächeren Attacken setzt. In jedem Fall ist eine Menge Fingerakrobatik gefragt, was sich nach einiger Zeit übrigens auch in der Hand bemerkbar macht. Besiegt ihr einen Boss, erhaltet ihr dessen Waffe bzw. eine Fähigkeit für euren Charakter. In welcher Reihenfolge ihr die acht Level bestreitet ist dabei euch überlassen. Kommt ihr einmal nicht mehr weiter, könnten euch die Boni der anderen Bosse vielleicht weiterhelfen. Wie gesagt wird der Titel sehr viel einfacher, wenn ihr euren Charakter erst einmal ausgerüstet habt. Für Mega Man-Verhältnisse vielleicht etwas zu einfach, aber dennoch kein Mario-Schwierigkeitsgrad.

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Das Konzept von Mega Man funktioniert nach wie vor und fesselt den siegeshungrigen Spieler schnell an seinen Handheld. Wir haben für die Missionen etwa 4-5 Stunden gebraucht, geübte Mega Man Veteranen sollten das aber nochmal schneller schaffen. Damit ist der Umfang leider etwas zu kurz geraten. Ebenfalls nicht ganz nachvollziehbar ist der Schaden, den einige Hindernisse verursachen. Wasser und ein dorniger Boden führen zum Beispiel zum direkten Tot, Lava hingegen kostet euch nur minimale Energie. Ungewohnt! Auch hätte das Spiel mehr Button vertragen können. Zwar verlagerte Nintendo den Selection-Button alternativ auf Y, was im Fall von X zum problemlosen Wechsel von Waffen führt. Zero hingegen erhält für besiegte Bosse keine alternativen Waffen sondern Fähigkeiten die man am ehesten als Zauberei beschreiben kann. Wer diese ausführen will muss jedoch immer ins Startmenü, was den Spielfluss sehr stört.

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Fazit

Mega Man Xtreme 2 ist auch heute noch ein gutes Spiel, das zumindest einige, wenn auch wenige Stunden unterhalten kann. Der Schwierigkeitsgrad ist anfangs zwar hoch, lässt aber nach sobald ihr mit Waffen und Items ausgerüstet seid. Mega Man Fans muss ich nicht sagen, dass sich ein Kauf lohnt. Für alle, die mit der Serie noch nichts zu tun gehabt haben sei gesagt: Es ist kein Mario Jump’&’Run. Hier sind Skills gefragt und wer hier nicht am Ball bleibt ist schnell gefrustet. Habt ihr aber erstmal die Steuerung komplett verstanden (schaut in die Anleitung), kann der Spaß losgehen. Trotz der kleinen Schwächen und der Tatsache, dass das komplette Spiel in Englisch gehalten ist gibt es zwar keine Top-Wertung, aber mal ehrlich. Über 72 % in einer Mathe-Klausur hätte sich der ein oder andere auch gefreut oder?

72 Wertung
Gameplay: 8/10
Grafik: 5/10
Sound: 6/10
Steuerung: 7/10

Das Konzept fesselt nach wie vor | Zwei spielbare Charaktere | kein Kindergarten

Geringer Umfang | Englische Texte | Optisch schwach


DEINE SPIELBEWERTUNG


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