Hyperdimension Neptunia: Producing Perfection

Die Hyperdimension Neptunia-Reihe ist sicherlich einigen PlayStation 3-Spielern und JRPG-Fans bekannt. Nun erscheint mit Hyperdimension Neptunia: Producing Perfection der erste Ableger für PlayStation Vita in Europa, welcher jedoch nichts mit einem JRPG zu tun hat. Mit Hyperdimension Neptunia: Producing Perfection erwartet euch eine Simulation der besonderen Art. Ihr spielt einen Produzent und versucht aus Neptune, Noire, Blanc, und Vert Idole zu machen. Währenddessen begleitet ihr sie bei deren Karriere, trainiert sie, kümmert euch um sie und organisiert ihre Konzerte. Ob dieses Konzept aufgeht und für wen sich dieses Spiel eignet, könnt ihr in unserem Test erfahren.

Zurück nach Gamindustri – bist du der Produzent?

Eigentlich hattet ihr euch auf einen entspannten Abend gefreut, jedoch läuft alles anders als gedacht. So wacht ihr plötzlich in der aus Hyperdimension Neptunia bekannten Welt Gamindustri auf und trefft auf die vier Gottheiten bzw. CPUs (Console Patron Units) Neptune, Blanc, Noire und Vert. Ihre Macht ist von dem Glauben an sie abhängig, jedoch verringert sich der Glaube an sie, durch die Vielzahl an heutiger Idole, so unter anderem die Band MOB48. Um den Glauben der Menschen zurückzugewinnen, haben die vier CPUs euch zur Hilfe in ihre Welt geholt und hoffen nun, dass ihr sie ebenso zu Idolen machen könnt, damit sie an Glauben bzw. „Shares“ gewinnen können. Somit seid ihr plötzlich der neue Produzent, welcher sich um Arbeit, Training, Entspannung und die wichtigen Konzerte kümmert, damit die CPUs möglichst weit oben in den Charts stehen.

Der harte Weg ein Idol zu werden

Zunächst entscheidet man sich, für welches der vier Mädchen man Produzent sein möchte. Jeder der vier Mädchen, ob Neptune, Blanc, Noire oder Vert, besitzt ihren eigenen Charakter und Stärken. Habt ihr euch entschieden, so kämpft ihr um die Gunst der Fans, um die wöchentlichen Chartlisten, welche von MOB48 und anderen Idolen dominiert wird, zu erobern. Für euren Karriere-Aufstieg habt ihr insgesamt 180 Ingame-Tage zeit, um den ersten Platz im Ranking zu erreichen und die wohl erhofften Shares bzw. den Glauben zurückzuerlangen.

Jeden Tag stehen euch zahlreiche unterschiedliche Tätigkeiten für euer Jung-Idol zur Verfügung. Unter anderem könnt ihr öffentlich tätig werden und zum Beispiel eine Werbekampagne starten, an einem Event teilnehmen, einen Song aufnehmen oder der Publicity beitreten, um die Zahl eurer Fans zu steigern. Ebenso könnt ihr auch die Fähigkeiten eures Schützlings verbessern. Sowohl im Gesangs- und Tanztraining, allgemeine Proben oder euer Wissen zu verbessern. Mit jedem Tag und jeder Tätigkeit steigen eure Statuswerte und ihr seid besser für ein zukünftiges Konzert gerüstet.

Während der Vielzahl an Tätigkeiten, steht eure CPU selbstverständig auch viel unter Stress, weshalb auch Erholung ein wichtiger Bestandteil ist. So könnt ihr sie auf einen erholsamen Urlaub schicken, auf einen Tagesauflug gehen, bekannte CPUs treffen oder allgemein die Beziehung zwischen dir und der CPU verbessern. Wichtig ist, stets die Stress-Leiste im Auge zu behalten. Steigt diese auf 100%, so heißt es Game Over für euch. Neben der Stress-Anzeige gibt es zudem eine “Guts“-Leiste, welche sich durch positive Geschehnisse füllen lässt und euch neue Konzerte ermöglichst.

Um euch auch modisch auf ein Konzert vorzubereiten, steht selbstverständlich auch das Umkleiden eures CPUs als Menüpunkt zur Verfügung. So ist es ebenso möglich zwischen den drei großen Ländern in Hyperdimension Neptuna zu reisen.

Hyperdimension Neptunia Producing Perfection Screenshot 1

Zu guter Letzt erwarten euch aufregende Konzerte, welche von großer Bedeutung für die Karriere eurer CPU sind. Nach der Auswahl der Stage, den Effekten und dem Song eurer CPU geht es auch schon ans eingemachte. Zudem könnt ihr zuvor die Sänger individuell positionieren. Je nach Konzert variiert die Anzahl der Zuschauer und jedes Konzert stellt ein hohes Stresspotenzial da. Während eines Konzerts könnt ihr als Produzent die Kamera individuell einstellen, Effekte aktivieren oder den HDD-Modus aktivieren.

Die Auswahl der Stages und Songs ist zudem nicht sonderlich die größte, weshalb man oftmals das Selbe hören muss. Der HDD-Mous offenbart letztendlich die wahre Macht eurer CPU und gibt ihr nochmal einen ordentlich Boost sowohl visuell als auch Punktemäßig. Letztendlich erhaltet ihr Punkte durch das umherschwenken der Kamera sowie das passende aktiveren der Effekte. Eine wirkliche Strategie gibt es hierfür jedoch nicht.

Spielerisch gestaltet sich Hyperdimension Neptunia PP: Producing Perfection als eine Art Visual Novel, da auf euch kaum Gameplay und massenweise Texte auf euch warten. Viel zu tun habt ihr also nicht, nichtsdestotrotz sind die Entscheidungen, welche ihr während der Gespräche trefft, von großer Bedeutung für die weitere Karriere eurer CPU. Je nach Entscheidungen, erwarten euch zu guter Letzt True, Bad oder Good-Ending für jeden Charakter. Habt ihr es auf Platz eins der Charts geschafft, so endet das Spiel auch schon. Dies beschreibt den „Producer Mode“.

Hyperdimension Neptunia Producing Perfection Screenshot 2

Extras, Optik & Sound

Selbstverständlich gibt es noch weitere Extras bzw. Modi. Somit könnt ihr selbstverständlich den Producer Mode auch mit einer anderen CPU erleben. Neben diesem Modus steht außerdem der „Unlimited Concert“-Modus zur Verfügung, bei welchem ihr durchweg Konzerte bewältigen müsst. Hierbei können jedoch zusätzliche Tänzer und Objekte eingefügt werden. Außerdem gibt es noch einen Viewer-Modus, in welchem ihr die CPUs im Detail mit unterschiedlicher Kleidung im Detail betrachten und berühren könnt.

Optisch kann Hyperdimension Neptunia PP gut überzeugen. Besonders die Dialoge stechen durch die gezeichneten Charaktere samt deren Reaktionen und Emotionen hervor. Während der Konzerte erwartet euch eine nette 3D-Optik der Charaktere, samt Effekte und Bühne. Hinzu kommt zu guter Letzt der recht gute Sound mit der japanischen und englischen Vertonung. Hinzukommen instrumentelle Hintergrundsounds sowie die fünf zur Verfügung stehenden Lieder, aus dem J-Pop-Genre.

Fazit

Bei Hyperdimension Neptunia: Producing Perfection erwartet euch nicht wie gewohnt ein JRPG, sondern eine Simulation der besonderen Art. Werdet zum Produzent, wählt euch euren Schützling aus den schönen CPUs und macht sie zum neuen Idol und erobert die Chartspitze. Spielerisch gestaltet sich der Titel zwar überaus eintönig, nichtsdestotrotz glänzt der Titel als gute Visual Novel mit musikalischem Hintergrund. Zudem überzeugt das Spiel durch tolle Grafiken, die interessanten Konzerte und Spielmodi.

Dieses ungewöhnliche Spielkonzept lässt sich sicherlich schwer gezielt empfehlen. Jedoch ist es unserer Meinung nach für jeden Fan der Hyperdimension Neptunia-Reihe, welcher Visual Novels nicht abgeneigt ist, ein Blick wert.

65 Wertung
Gameplay: 5/10
Grafik: 7/10
Sound: 7/10
Steuerung: 8/10

Hyperdimension Neptunia: Producing Perfection

Kaum Spieltiefe | wenig Abwechslung – nur Menüs | geringe Song-Auswahl


DEINE SPIELBEWERTUNG


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