Enemy Front

Mittlerweile darf man sich wieder sehr auf das Weltkriegsszenario freuen. Da die aktuellen Shooter nun das moderne und zukünftige Setting auslutschen, freut man sich wieder auf altbekannte Abwechslung. Mit Enemy Front geht es zurück zum zweiten Weltkrieg. Als „Anfänger“ wachsen wir zum Krieger auf und bekämpfen die Nazis. Schön und gut, aber leider haben die Entwickler von CI alle guten Ansätze verpatzt. Somit ist das Spiel kein Hoffnungsvoller Titel den man sich mal ansehen könnte, sondern man lässt lieber die Finger davon! Mehr dazu in unserem Kurztest.

Game Info

NAME: Enemy Front

ENTWICKLER: CI Games

PUBLISHER: Kochmedia

PLATTFORM: Ps3, Xbox 360, PC

GENRE: Shooter

ERSCHEINUNGSDATUM: 13.06.2014

Gute Ansätze..

Wir haben uns zunächst wirklich sehr auf Enemy Front gefreut. Nicht nur wegen dem Weltkrieg Setting, sondern auch weil die Bilder frisch und stimmig wirken. Allerdings ist das Gefühl schon sehr bald nach dem Einlegen und der Zwangsinstallation verflogen. Es braucht kein besonderes geschultes Auge um zu erkennen, dass das Spiel technisch extrem veraltet ist.
Umso unvorteilhafter ist es natürlich, wenn auf der Hülle ein „CryEngine“ Logo zu sehen ist. Es suggeriert ja normal, dass Spiel ordentlich Dampf unter der Haube haben sollte. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass die CryEngine auch „nur“ ein Werkzeug ist. Wenn der Handwerker damit nicht umgehen kann, dann kann da natürlich nichts Vernünftiges rauskommen. Dazu aber später mehr.
Um was geht es denn bei Enemy Front? Im Grunde seid ihr zu Beginn noch kein Soldat. Durch einen „Zufall“ wenn man es so sagen mag kommt man in den Krieg und man wird von Mission zu Mission immer mehr zum starken Soldaten ausgebildet. Ihr kämpft in den verschiedensten Fronten gegen die Nazis und versucht natürlich den Krieg erfolgreich zu beenden. Die Schauplätze an sich sind eigentlich ganz nett gestaltet. Schade nur, dass die Areale an sich etwas eng geschnürrt sind. Zunächst glaubt man dass man enorm viel Freiheit hat weil die Flächen sehr groß und interessant sind, allerdings könnt ihr euch immer nur begrenzt bewegen. So wirkt dann auch der größte Bereich extrem linear. Schon relativ früh im Spiel wird klar, dass die Entwickler bei CI durchaus nette Ideen haben. Beispielsweise solltet ihr nur schießen, wenn gerade ein großes Flugzeug vorbei fliegt oder gerade eine allgemein viel geschossen wird. Dadurch könnt ihr euch tarnen und die Gegner bekommen unter Umständen eure Schüsse gar nicht mit. Dieses „kleine“ Features ist tatsächlich sehr interessant. Allgemein ist Enemy Front sehr auf Stealth aufgebaut. Oft müsst ihr euch von hinten anschleichen und Soldaten heimlich töten. Allerdings kommt bei uns nicht wirklich ein gutes Feeling auf…

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Viel zu einfach

Die schönsten Ansätze sind natürlich nutzlos, wenn man sie nicht richtig umsetzt. Das ist wie wenn ihr Silvester schwört dass ihr das Rauchen aufhört – es hört sich gesund und gut an, wenn ihr es aber nicht umsetzt dann bringt es nichts. Überall haben die Entwickler großartige Ideen entwickelt, aber nicht konsequent ausgebaut. Gerade im Shooter Segment hätten sie durch die Ideen punkten können.
Das ganze schleichen nützt einfach nichts, wenn es nicht richtig funktioniert. Taktik in Sinne von „Ich warte bis laute Geräusche sind und erst dann schieße ich um mich nicht zu verraten“ bringen auch nichts, da das Spiel selbst im hohen Schwierigkeitsgrad viel zu einfach ist. Es reicht eigentlich völlig aus, wenn ihr durch die Gegend läuft, paar Soldaten umnietet und euch notfalls kurz zurückzieht um euch zu regenerieren.
Ok, zugegeben, das ist bei vielen Shootern so. Aber man könnte es bei Enemy Front nochmal auf die Spitze treiben. Wenn ihr an eine Stelle kommt die „schwer“ sein sollte, dann geht einfach in Deckung, wartet einen Moment, schießt die bösen Nazis um, wartet wieder einen Moment und schießt sie wieder um. Wartet man nämlich einen gewissen Moment ab, kommen die Soldaten zu einer Stelle wo sie sich nicht mehr weiterbewegen und lassen sich wunderbar erschießen. Skill? Braucht man nicht!
Zwar bietet das Spiel interessante Waffen passend zum Szenario an, aber auch diese könnt ihr eigentlich vergessen. Man entwickelt generell kein Gefühl für die Waffen im Spiel. Anders ausgedrückt: Es ist stink langweilig. Alles fühlt sich gleich an, Abwechslung sucht man vergebens. Da nützt einem auch der große Umfang nichts. Nach ein paar Minuten quält man sich durch das Spiel!

Technik

CryEngine? Das Spiel wurde mit der CryEngine erstellt? Ernsthaft? Warum prangert das dann auch noch so groß auf dem Cover? Nicht überall wo CryEngine automatisch draufsteht, ist auch geballte Grafikpower im Spiel. Fest steht: CI kann mit der Engine wohl nicht umgehen. Das Spiel sieht ziemlich schlecht aus, die KI ist total verblödet und auch sonst gibt das Spiel technisch gar nichts her. Auch die Synchronisation ist extrem schlecht geworden. Hätte man dem Spiel mehr Zeit gegeben, wäre sicherlich auch mehr rausgekommen. Sorry, das erinnert uns irgendwie alles an die ersten Shooter, nur dass die noch viel besser waren damals..

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Fazit

Nein, so leider nicht. Ansätze wären echt genug da, aber nichts davon ist gut umgesetzt. Enemy Front ist das Paradebeispiel dafür, dass nicht alles toll sein muss wo CryEngine draufsteht. Spielerisch und vor allem technisch ist das Spiel leider nicht gut geworden. Gewünscht hätten wir es uns, da wir uns wieder sehr auf das Weltkriegsszenario gefreut haben. Hoffentlich wird es beim nächsten mal wieder was, aber hier lässt ihr besser die Finger davon!

52 Wertung
Gameplay: 5/10
Grafik: 5/10
Sound: 7/10
Steuerung: 7/10

sehr veraltete technik trotz CryEngine | nette Ideen | zweiter Weltkrieg

Areale scheinen groß zu sein, sind es aber nicht | extrem linear | spielt sich extrem langweilig | total doofe KI


DEINE SPIELBEWERTUNG


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