DriveClub

Nach langer Verschiebung ist DriveClub nun endlich erhältlich. Eigentlich sollte der Titel schon zum Launch der PlayStation 4 erhältlich sein, allerdings brauchte man noch einiges mehr an Zeit! Oftmals ist so eine extrem Lange Verschiebung auch kein gutes Zeichen. Mangelhafter Inhalt, extrem instabile Server und mangelnde Abwechslung zeichneten sich während des Tests ab. In unserem Test werdet ihr erfahren, wo der Teufel sitzt.

Game Info

NAME: DriveClub

PUBLISHER: Sony

PLATTFORM: PS4

GENRE: Rennspiel

ERSCHEINUNGSDATUM: 08.10.2014

Knackscharfes Game

Bevor wir zu den großen Kritikpunkten kommen, möchten wir erst einmal das positive vom Rennspiel loswerden. DriveClub sieht wirklich extrem gut aus und lässt sich auch prima spielen. Die Grenze zwischen Simulation und Arcade wurde super integriert, sodass das Fahrgefühl wirklich klasse ist. Jedes Auto fühlt sich extrem glaubwürdig an, allerdings nicht realistisch (was aber dem Spiel tatsächlich zu Gute kommt). Wer allerdings mal einen Blick auf das Spiel selbst wirft, der wird sehen wie grandios das Game aussieht. Extrem realistisches Bild auf 1080p – so muss das sein! Das Spiel selbst ist kein Open-World Rennspiel wie viele andere, die eben auf dieses Feature zurückgreifen. Ihr spielt also klassische Rennen nacheinander. Über die Einzelevents, deren Gegenden und Aufträge fährt ihr eben in verschieden Regionen eure Rennen ab und versucht natürlich erster zu werden. An jeder Location (Kanada, Chile, Indien, Norwegen und Schottland) gibt es die gleichen Aufträge zu absolvieren. Der Länderwechsel an sich sorgt für Abwechslung, auch wenn jede einzelne Strecke ein bisschen unter „Das fühlt sich anders an“ – Mangel leidet. Neben den Zuschauern am Rand und diversen Ballonen profitiert das Game vor allem auch durch eine gute Weitsicht. Was aber wenn man am Rande eine Schiene sieht wo immer der gleiche Zug steht? Klar ein Rennspiel lebt vom Rennspaß, aber ein Abwechslungsreicher Hintergrund sorgt für mehr Dynamik und somit mehr Spaß!

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Spielmodi ohne Liebe

DriveClub bietet neben dem Karriere Modus auch einen Online-Multiplayer Modus (kein Splitscreen) und einen „Ich fahr mal nach Lust und Laune Events ab“ – Modus. Leider ist die Kampagne nicht sonderlich motivierend und spannend aufgebaut, denn auch hier fährt man im Grunde nur die Events auf und ab. Zwar sammelt ihr nach und nach Sterne um quasi aufzusteigen, aber dennoch fehlt hier irgendwo der „Kick“. So könnt ihr pro Rennen drei Sterne verdienen: Einen für die Platzierung, dann für die Bestzeit und wie ihr die Aufgaben meistert. Während der Rennen gibt es nämlich kleine Herausforderungen wie „Mindestgeschwindigkeit halten“ oder über kleinere Draft Einlagen. Eine Story, Siegerehrung oder gar Aufgaben gibt es leider nicht. Was wäre ein Spiel mittlerweile ohne Erfahrungspunkte. Auch in DriveClub werdet ihr nach einem Rennen Erfahrungspunkte gewinnen können. Damit steigt ihr im Fahrer Level auf und schaltet neue Fahrzeuge frei. Apropos Autos: Diese sind im Gegensatz zu GT6 doch ziemlich wenig geworden. Neben ein paar Alltags PKWs gibt es natürlich auch Geschosse wie einen McLaren P1. Insgesamt kommt ihr aber nur auf 50 Autos, was doch ein bisschen wenig ist. Tuning Möglichkeiten gibt es überhaupt keine. Das einzige was ihr anpassen könnt ist der Lack und die Bemalung.

Technik

DriveClub ist wie schon erwähnt ein optisches Feuerwerk. Die Musik gestaltet sich allerdings eher langweilig und hört sich gefühlt immer gleich an. Allerdings ist das Game nicht ganz so einfach und die KI erstaunlich gut im Sinne von unfair. Selten gibt es Momente, wo ihr deinen KI Gegner richtig abhängen könnt. Für Einsteiger wird das Spiel definitiv zu schwer sein! Da es an jeder Ecke an Funktionen bei dem Spiel fehlt, kann der Club Modus (der bisher nicht so funktionierte wegen den Servern) ein bisschen was gut machen. Gemeinsam mit Freunden könnt ihr euch so zusammenschließen und gegen andere Clubs rennen fahren. Mehr ist es zwar nicht, aber wir könnten uns vorstellen dass Sony im Laufe der Zeit noch mehr an DLCs rauspacken wird.

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zusätzliche Information

Wir haben uns bewusst mit dem Testen Zeit gelassen. Das Spiel war direkt zum Launch eigentlich kaum spielbar. Die Server Probleme machten uns wirklich zu schaffen und so haben wir das Spiel auch erst einmal zur Seite gelegt.

Für PS Plus Mitglieder sollte es direkt zum Start auch eine große Demo geben. Diese liefert zehn Fahrzeuge und eine der fünf Locations inklusive aller Strecken mit, nämlich Indien. Spielbar sind alle drei Rennmodi, auch online. Die Demo kann für 40 Euro zur Vollversion aufgewertet werden, alle Erfahrungspunkte und Fortschritte aus der PS Plus Edition werden ins Spiel übernommen.

 

Fazit

DriveClub sieht klasse aus, lässt sich prima fahren, bietet aber insgesamt noch viel zu wenig an. Hinzu kommt, dass das Spiel viel zu oft mit Server Problemen kämpft, was Letzen Endes auch den Spielspaß nach unten zieht. Die Tatsache, dass das Spiel fast ein Jahr später auf dem Markt kommt kann man hier nicht erkennen. Hier hätte man noch viel mehr reinhauen müssen! Unterm Strich ein sehr solider Rennspaß gerade mit der Club Funktion, im Moment aber leider kein Hit!

78 Wertung
Gameplay: 8/10
Grafik: 10/10
Sound: 6/10
Steuerung: 8/10

sieht wahnsinnig gut aus | motivierendes Herausforderungs-System | Club Idee | Fahrgefühl sehr gut

statische Spielwelt | eintöniger Elektro Sound | massive Server Probleme | fade Karriere | zu wenig Spielmodi und Abwechslung | insgesamt zu wenig Fahrzeuge


DEINE SPIELBEWERTUNG


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