The Crew

Beim Stichwort Open World ist Ubisoft momentan wirklich ganz weit vorne. Neben den beiden Assassins Creed Teilen und Far Cry 4 hat Ubisoft den nächsten Streich veröffentlicht: The Crew. Dabei gibt es zu den anderen Spielen einen sehr großen Unterschied: Es handelt sich um ein Rennspiel. In diesem Spiel habt ihr quasi ganz Amerika in einem Miniformat das ihr abfahren könnt. In unserem Test überzeugt uns die Idee, aber es fehlt uns ein bisschen was…

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Ganz Amerika für euch!

Eigentlich ist das Spielprinzip von The Crew sehr schnell erklärt. Nach einer kurzen Einführung könnt ihr im Prinzip schon durch ganz Amerika gurken. Es ist ein Open-World Rennspiel: Ihr fährt rum, nehmt verschiedene Herausforderungen bzw. (Renn-)Missionen an und sammelt so neue Erfahrungspunkte um euch mit mehr Autos versorgen zu können. Zwar gibt es in diesem Spiel eine Story, allerdings ist diese viel zu leicht gestrickt und bietet von daher wenig Spannung! Das ganz erinnert irgendwie auch sehr stark an 2Fast 2Farious! Ihr müsst mit ansehen wie euer Bruder von einer Auto Gang namens 510 ermordet wird. Natürlich gerät ihr dabei ins Visier der Bullen und musst von nun an kooperieren um nicht verhaftet zu werden. Eure Mission lautet: In die Gang 510 einschleusen und sie vernichten. Wie macht man das am besten? Nun ihr müsst in verschiedenen Missionen euer Fahrer-Talent beweisen. Zunächst beginnt das Spiel in Detroit. Durch ein paar Missionen lernt ihr zunächst die Steuerung und die Art und Weise des Spiels kennen, damit ihr auch wisst wie alles funktioniert.
Im Grunde ist der Start des Spiels auch nicht anders als die Beta, die viele von euch schon gespielt haben. Wer das getan hat, kann sich eigentlich schon ein Bild über das Spiel machen. Open-World ist einerseits übertrieben, andererseits auch nicht. Sicherlich spricht die riesige Welt (Ganz Amerika in Klein!!!) für sich – allerdings nützt uns das herzhaft wenig wenn man im Grunde nichts machen kann. Klar, man kann überall Rennen annehmen, Herausforderungen (zum Beispiel Stunts) knacken aber das wars auch schon. Da hätte man vielleicht ein bisschen mehr draus machen können. Gut, was meckern wir – es ist schließlich kein GTA, sondern ein Rennspiel!

Wir wollen mal nicht so sein…

Bei The Crew ist die Welt (bis auf Passanten, die es quasi gar nicht gibt) sehr lebendig. Quasi nach allen paar Metern könnt ihr neue kleine Herausforderungen meistern oder aber direkt Missionen erledigen. Natürlich müsst ihr bei den Missionen immer verschiedene Rennen absolvieren, ihr dürft das auf keinem Fall mit GTA oder ähnlichem vergleichen – The Crew ist und bleibt ein Rennspiel. Motiviert werdet ihr durch das Freischalten von neuen Punkten und Geld, damit ihr eure Karre entsprechend tunen könnt. Das Tuning an sich ist definitiv auch eines der stärksten Features, denn ihr könnt wirklich einiges an Optionen wählen. Die Auswirkungen sind auch enorm! Man kann auch davon sprechen, dass durch das Tuning bzw. skilln der Karren gewisse RPG Elemente vorhanden sind. Das hat uns wirklich sehr gut gefallen! The Crew verfolgt so viele gute Ansätze, aber dennoch fühlt man sich manchmal leer. Die Steuerung vieler Autos gehört noch optimiert und der Online Ansatz funktioniert so nicht. Technisch gesehen zwar schon, aber man wird mehr oder weniger gezwungen eine Crew zu bilden und so zu spielen. Wirklich mehr Spaß an den Missionen hatten wir hier nur zeitweise und bedingt. Wir glauben also, dass The Crew den Multiplayer Modus grundlegend anders aufbauen hätte sollen. Wir möchten eine Autogang gründen wie es auch in der Story ist. Teilweise verfolgt hier GTA als „nicht-Rennspiel“ bessere Ansätze. Störend sind zudem auch die Charaktere. Sie sind total unglaubwürdig, was auch unterm Strich daran liegen könnte, dass die Synchronisation einfach nur lächerlich geworden ist. So verliert das Spiel viel an Authentizität! Grafisch ist The Crew im Bereich „Ok“. Uns wirken die Gebäude und die Umgebungen einfach zu klein und Stumpfsinnig und auch die Details lassen noch viele Wünsche übrig. Versteht uns nicht falsch, wir haben ein „Next-Gen“ Spiel getestet und dafür sind wir aber doch sehr enttäuscht!

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Fazit

Keine Frage, The Crew ist auf jeden Fall ein sehr gutes Rennspiel. Allerdings bewegt sich Ubisoft ja in Richtung Open-World von daher muss sich das Spiel auch viel Kritik gefallen lassen. Zum einen ist es sehr schade, dass die Story eher langweilig und Klischee behaftet ist. Zum anderen ist nicht nachvollziehbar, warum die Charaktere samt Synchronisation ebenfalls so schlecht geworden sind. Jetzt kommt das große ABER: Wir hatten sehr viel Spaß damit und finden das Konzept mit der eigenen Crew und dem damit verbundenen Online Modus sehr interessant. Los Ubisoft, traut euch noch ein bisschen mehr, ihr seid auf dem richtigen Weg!

 

79 Wertung
Gameplay: 8/10
Grafik: 7/10
Sound: 7/10
Steuerung: 9/10

kurze Ladezeiten | soundtrack ist klasse | kurze Ladezeiten | riesige Spielewelt

altbackene Grafik | langweilige Story | Schadensmodell | schlechte Synchro


DEINE SPIELBEWERTUNG


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