Dead Island 2

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Unsere zahlreichen Termine auf der Gamescom führten uns unter anderem zu Deep Silver, wo das neue Dead Island 2 vorgestellt wurde. Dieser zweite Teil kommt vom deutschen Entwickler Yager Development, also einem anderen Studio als der erste Teil. Jeder kennt wohl bereits den witzigen E3-Trailer, mit dem sofort klargestellt wurde, dass uns diesmal kein todernstes Spiel erwartet. Doch was genau unterscheidet es von der Fülle an Zombie-Spielen, die gerade in Entwicklung sind?

 Wo ist da die Insel?

Bei der Präsentation wurde uns Live-Gameplay vorgespielt, und zwar von einer Pre-Alpha-Version. Das erklärt auch, warum das Spiel dabei zweimal abstürzte. Dead Island 2 spielt in Kalifornien; genauer in Los Angeles, San Francisco und einer weiteren, noch nicht genannten Stadt. Nun, Kalifornien ist natürlich keine Insel, wie also kann man da noch den Namen Dead Island erklären? Eher metaphorisch. Kalifornien wurde als erster Bundesstaat infiziert, worauf dieser vom Rest der USA abgeschottet wurde. Kalifornien ist also eine „Insel“ aus Zombies inmitten der USA, das passt doch halbwegs als Erklärung.
Es gibt wieder vier Klassen, und zwar Speeder, Huntress, Berserker und Bishop. Die Speeder-Klasse ist schnell unterwegs und kämpft viel mit Klingen, die Huntress benutzt am liebsten Schusswaffen und kämpft aus der Entfernung. Der schwerfällige Berserker hält viel aus und kann schwere Nahkampfwaffen schwingen, und der Bishop ist die Heilerklasse mit Flächenschaden.

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 Lockeres Zombies Schnetzeln

In der Demo wurden uns Kämpfe als Speeder und Berserker gezeigt, die sich doch sehr unterschiedlich spielten. Waffen lassen sich wieder mehrmals upgraden, wodurch diese z. B. zusätzlich noch Feuerschaden oder Blitzschaden verursachen. Die Stimmung im Spiel ist zwar eher locker-cool und humorvoll, dennoch fließt aber wieder viel Blut. Zombies können alle Gliedmaßen abgetrennt werden und es gibt so einige Methoden, diese zu töten. Uns wurde vorgeführt, wie der Berserker mit einer riesigen Zweihandwaffe Zombies wirklich in die Luft katapultieren konnte, worauf diese ca. 100 Meter weiter wieder auf dem Boden aufkamen.
Verschiedene Zombie-Typen gibt’s natürlich auch, da erwarten uns aber keine Überraschungen: Es gibt die üblichen „normalen“, langsamen Zombies, die schnellen Zombies, die robusten, schwerfälligen Zombies und auch die sogenannten „Suicider“, die auf den Spieler zurennen und explodieren.
Es gibt übrigens keine Option für eine analoge Steuerung mehr wie im ersten Teil, die Angriffe können nur noch über die Schultertasten bzw. Trigger ausgelöst werden.

 Prognose

Der stärkste Konkurrent für Dead Island 2 wird wohl Dying Light sein, das von den eigentlichen Dead Island-Machern entwickelt wird. Die beiden Titel unterscheiden sich aber deutlich: Dead Island 2 geht locker an die Sache ran, will das zu ernsthafte Zombie-Genre auflockern und einfach Spaß machen, während Dying Light eine knallharte und temporeiche Survival-Tortur ohne Verschnaufpause sein will. Da wird es einfach auf den Geschmack der Spieler ankommen – vorausgesetzt, die beiden Spiele werden qualitativ ungefähr gleichwertig.

(c) M4RKM4N

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